Chile der Norden Atacama Wüste bis Valparaiso

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San Pedro de Atacama. Vormittags brachte ich damit zu, mit meinem Mechaniker Ettl zu skypen um das Notprogramm aufzulösen und den Rußpartikelfilter zu regenerieren. Was klappte. Auch die Standheizung versuchten wir zu entsperren, was uns leider nicht gelang. Dies muss ich noch mal probieren. Dieses mal habe ich versucht mit zu schreiben, was wir in den Programmen genau getan haben. Mal schauen, ob ich das auch mal allein hin bring. Nachmittags ging ich in ein Restaurant und ließ es mir gut gehen. Es ist mal schön, wieder in einem Ort zu sein, der auf Touristen eingerichtet ist. Mit Gaststätten Märkten u.s.w.. Abends blieb ich wieder im Puritama Hostal.

San Pedro de Atacama. Vormittags fuhr ich das Auto waschen und suchte dabei einen französichen Bäcker. Dort kaufte ich Brot und machte Mittag. Nachmittag suchte ich den 10 km außerhalb liegenden Campingplatz Anden Nomades, auf dem Lukas und Amber sind. Dort blieb ich die Nacht und wir ratschten abends ein bisschen mit Paul, einem canadischem Motorradfahrer und zwei Holländerinnen vom Campingplatz. Die Nacht war besonders ruhig. Und wieder die Temperatur ist wunderbar.

San Pedro de Atacama. Der Ort mit seinen 4800 EW ist sehr relaxed. Es ist recht touristisch, was ein gutes Angebot nach sich zieht. Ich habe mein Fotobuch rauf geladen und den Blog auch. Dann ging ich essen und genoss die Wärme. Abends habe ich im Bus Brotzeit gemacht und um 19 Uhr (24 Uhr in Deutschland) Isabella zu Ihrem 18. Geburtstag gratuliert.

San Pedro de Atacama. Heute musste ich früh raus, weil ich mich mit Amber und Lukas getroffen habe für eine Tour zu ALMA. Wir waren um 7:30 Uhr am Treffpunkt, weil wer zuerst da ist kommt mit. Wir hatten Glück. Es konnten 42 Personen mit und es waren genau 42. Gestern sind angeblich 28 Personen nicht mit gekommen. ALMA liegt 40 km östlich von San Pedro und ist das ATACAMA LARGE MILLIMETER/SUBMILLIMETER ARRAY. Das komplexeste Radioteleskop der Welt. Es besteht aus 66 riesigen Antennen, von denen die meisten 12 Meter Durchmesser haben. Nach der Vollendung im Jahr 2013 ist das zusammengesetzte Teleskop so groß als würde ein einzelnes einen Spiegeldurchmesser von 16 km haben. Die Spezialisten tasten hier eine Strahlung ab die  außerhalb des Lichtspektrometers ist. Es wurde bereits die älteste Galaxie erspäht die 130 Milliarden Lichtjahre entfernt ist, und angeblich nur wenige Jahre vor dem Urknall entstand. Die 66 Antennen können mittels dem Fahrzeug OTTO transportiert werden, um andere Einstellungen zu erreichen. Die Basisstation die wir besuchten liegt auf 2900 m. Aber das Antennenfeld liegt 25 km entfernt auf 5050 m Höhe über dem Meer. In dieser Höhe brauchen die Menschen zusätzlichen Sauerstoff um dort arbeiten zu können. Uns wurde im Steuerungszentrum erklärt, das heute kein so guter Tag ist, weil in der Atmosphäre über den Spiegeln eine Feuchtigkeitskonzentration von 0,6 mm ist. Gestern war es nur 0,3 mm. Dies ist hier entscheidend. Uns wurde erklärt wie die Spiegel funktionieren. Das der Endpunkt an dem die Wellen zusammen laufen auf -4° Calvin gekühlt werden müssen. Das enspricht -269°Celsius. Hier arbeiten Tag und Nacht 150 Menschen in 7×7 Std. Schichten. Die Anlage ist ein Gemeinschaftsprojekt von 21 Ländern. Darunter auch Deutschland. Die Erstfinanzierung belief sich auf 1,5 Milliarden USD. Als Ziel hat die Einrichtung den Grund unserer Entstehung heraus zu finden. Das wenn nicht mal hehere Ziele sind. Nachmittags ging ich essen und duschen und abends noch auf ein Bier.

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Calama. Vormittags fuhr ich die knapp 100 km nach Calama. Hier befindet sich etwas nördlich in Chuquicamata die größte Kupfermine im Tagebau. In Calama gibt es ein Besucherzentrum für die Mine. Ich war um 12:30 Uhr dort und meldete mich für die Tour um 13:30 Uhr an. Da sah ich Amber und Lukas, die sich auch gerade angemeldet haben. Mit dem Bus ging es nach Chuquicamata zur ehemaligen Minenstadt. Diese wurde aus Gesundheitsauflagen  zwischen 2004 bis 2008 evakuiert. Die einst 25.000 EW mussten wegen der hohen Staubbelastung anderweitig untergebracht werden, so das der Ort einer Geisterstadt gleicht. Die Kupfer-Mine selbst war sehr beeindruckend. Sie wird seit 1915 betrieben. Das Loch des Tageabbaus ist mit 5,3 km und 3,2 km Durchmessern und einer Tiefe von 1100 m gigantisch. Es arbeiten 12.000 Personen im Schichtbetrieb. Die 87 LKW haben je ein Eigengewicht von 150 t und eine Zuladung von 350 t. Eine Schaufelladung des Baggers hat ca. 110t. Es werden hier jährlich 355.000t Kupfer gewonnen. Die Mine ist staatlich und die Tour war wieder mal kostenlos. Nachmittags ging ich zum ersten mal einkaufen in Chile. Anschließend suchte ich mir einen Campingplatz und kochte mir zu Abend.

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Die kleinen Punkte auf den Straßen sind die 500t LKW´s

Antofagasta. Die Nacht in Calama war ruhig und erholsam. Die Temperatur in der Früh war angenehm. Ich fuhr von der Höhe 2200 m wieder hinauf auf 3000 m um dann über 220 km hinweg auf Meereshöhe abzusteigen. Auf halber Strecke und ca. 1500 m Höhe hat es über 30 Grad. Die Straße geht durch die Atacama Wüste und es ist staubtrocken. Die Wüste gilt als die trockenste der Welt. Chile mit seiner Länge von 4300 km und seinen 17 Mio Einwohnern zieht sich von Nord nach Süd recht lange durch Südamerika. Die Küstenstadt Antofagasta ist mit Ihren 297.000 EW die zweitgrößte Stadt des Landes. Leider hat es am Meer durch den kalten Humbold Strom nur 17 Grad tagsüber. Tavita hat mir den Kontakt zu Miguelito gegeben, der für mich eine Autowerkstatt heraus gesucht hat. Ich fuhr direkt dort hin. Aber es war eine freie Werkstatt und ich bräuchte eine VW Werkstatt wegen eines Updates. Somit fuhr ich in die Stadt und schaute mir das historische Zentrum an. Abends wollte ich mit Miguelito ein Bier trinken gehen. Aber er hat mir geschrieben, das er arbeiten muss. Somit fuhr ich 13 km südwärts wo ich alleiniger Gast auf einem Campingplatz war.

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Pan de Azucar, Nationalpark. Vom Strand von Antofagasta aus  ging es schon nach kurzer Strecke aufwärts und nach ein paar Kilometern begann wieder die Atacama Wüste. Hier ist es offensichtlich so trocken, dass rein gar nichts wächst. Nach rund 100 km auf einer Höhe von 2400 m kam ich am European Southern Obsavatory ESO vorbei. Lukas meinte, dass dies das größte optische Teleskop der Welt sei. Leider waren Besucher nur an Samstagen zugelassen, so das ich es nicht besichtigen konnte. Die schöne Straße führte wieder hinab zum Meer nach Paposo und Taltal. Die Temperatur oben in der Wüste lag bei schönen 27 Grad, wobei die Temperatur am Meer nur grundsätzlich bei 17 Grad liegt. Auch ist es hier am Meer bewölkt und nebelig. Die Berge der Küste halten die Wolken ab von der Atacama, so das dies die trockenste Wüste der Welt ist. Schon eigenartig so nah am Meer. Es ging dann wieder hinauf in die Atacama und wieder herunter an den Strand, zum Nationalpark Pan de Azucar. Auf der Zuckerhutinsel gibt es Humbold Pinguine. Als ich mich im Informationszentrum erkundigte sagte man mir, das in dieser Jahreszeit die Population gering sei und man nur mit einem Fischer um die Insel fahren könnte. Ich blieb nach 330 km Tagesstrecke auf einem Campingplatz am Meer. Leider geht meine neue Fotokamera nicht mehr. Der Fokus fährt nicht mehr richtig ein und aus. Somit muss ich nun mit dem Handy fotografieren, was mich ein bisschen ärgert.

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Laguna an der Chilenischen Grenze. Vom Nationalpark Pan de Azucar bin ich 30 km nach Chanaral gefahren und habe dort eingekauft. Der Ruta 5 Sur bin ich 120 km weiter gefolgt nach Caldera und dann weiter nach Bahia Inglesa. Dort sah ich den Bus von Lukas und Amber am Strand stehen. Wir haben ein bisschen geratscht. Da es am Strand nur eine Temperatur von 17 Grad hatte sagte ich um 14:30 Uhr, das ich ins Landesinnere fahren will. Ich fuhr 75 km nach Copiapo, wo es 27 Grad hatte. Aber ich hatte die fixe Idee das Land mal ganz quer zu durchqueren und somit peilte ich die Laguna verde an. Nach weiteren 2,5 Stunden und ca. noch mal 120 km querte ich die Atacama Wüste und war wieder von Meereshöhe aufgestiegen auf 4350 m. Es ging noch ein wenig bergab zu einer Lagune und ich konnte schon die Chilenische Grenze sehen. Da es kurz vor Sonnenuntergang war entschied ich von der Straße ab 100 m in die Wüste nahe der Lagune zu fahren und zu kochen und zu nächtigen. Um 20:30 kamen 2 Männer in Uniformen und fragten mich, ob mit meinem Auto alles in Ordnung sei. Sie sagten ich könne mit zur Grenze kommen und dort übernachten, da es hier empfindlich kalt wird. Ich bedankte mich und lehnte ab. Morgen muss ich schauen, ob ich nur für ein paar Stunden über die Grenze darf, ohne das ich beim Wiedereintritt meine ganzen Lebensmittel abgeben muss. Die Laguna verde liegt nämlich sozusagen im Niemandsland zwischen den Grenzen. Der Sternenhimmel hier in der Wüste ist gigantisch. Ich habe noch nie die Milchstraße so klar gesehen und die unerschöpfliche Fülle und Menge an Sternen so empfunden. Leider kann ich dies nicht annähernd so fotografieren wie ich es sehe.

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Copiapo. Nach einer frostigen Nacht fuhr ich über den chilenischen Grenzposten, der ca. 100 km vor der Grenze liegt. Die Laguna verde liegt auf 4350 m Höhe und ich kam vorbei an einigen Schneefeldern. Gut das es hier bereits Frühling ist. Ich fuhr noch hoch zum Pass ( Paso Francisco) auf 4750 m Höhe, welche die geografische Grenze nach Argentinien ist. Um die Lagune verde sind 8 Berge von denen jeder über 6000 m hoch ist. Einer ist 6883 m hoch. Ich dachte, das schwere Gletscher an den Bergen hängen, aber dies ist vermutlich aufgrund des geringen Niederschlages nicht so. Die Berge wirken eher wie sanfte Hügel um die Lagune herum. So, nun habe ich in 1,5 Fahrtagen und 360 km das Land Chile quer durchfahren. Auf dem Weg nach unten kam mir ein Fuchs entgegen, der mich förmlich nach Fressen anbettelte. Ich konnte auch ein paar Vikunas erspähen, die sich offensichtlich in der kargen Landschaft zurecht finden. An einem Flüsschen abwärts entsprang die einzige Vegetation. Ich kam an einer Herde Wildpferde und später noch an einer Herde Wildesel vorbei. Da es auf dem Berg oben am frühen Nachmittag auch nur 2-4 Grad hatte war ich sehr froh wieder von der Höhe runter zu kommen. Copiapo liegt nur auf 500 m und ist mit 27 Grad und Nachts mit 14 Grad gesegnet. Ich parkte zentral am Mineralienmuseum und schaute mir den Ort an. Es gibt einen netten Stadtplatz und Geschäfte. Aber es ist kein Touristenort.

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La Serena. Von Copiapo ging es heute 340 km südwärts. Es waren durchweg Mautstraßen mit 100 km fahrbar. Die Atacama Wüste wurde ab der Hälfte der Strecke etwas grüner, so das die ersten Büsche und Kakteen zu sehen waren. In La Serena fand ich einen schönen Campingplatz am Strand bei dem ich einen Schlüssel für ein eigenes Bad mit schön heißer Dusche bekam. Abends kochte ich und chillte bei ein paar Bierchen und Youtube Filmen.

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La Serena. Die Temperaturen sind sehr angenehm und das Bad ist super, somit bleibe ich einfach noch einen Tag um mich auszuruhen. Ich lief den Strand entlang, ging schön essen und genoss den wunderschönen Tag.

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Valparaiso. Heute ist mein Geburtstag, somit hatte ich den Vormittag damit zu tun, all die Glückwünsche per Whats app und email zu beantworten. Mit Jo telefonierte ich noch eine Weile. Dann fuhr ich los weiter Richtung Süden. Es waren 420 km nach Valparaiso. Die Wüste wurde pflanzenreicher und die Temperaturen wärmer. Es waren alles Mautstraßen aber dafür mit 100 bis 120 km/h fahrbar. Ich fuhr meinen Tank leer bis zum Anschlag. An der Tankstelle tankte ich in den 80l Tank 84 Liter!!! Ich blieb aber entspannt, denn ich habe ja noch 30 l in Kanistern im Auto. Ich kam nach Vina del Mar und schaute auf I-Overlander nach einem Campingplatz. Ich fand einen 15 km außerhalb. Er war ganz nett und die Leute freundlich. Kosten pro Nacht 10,-€. Abends kochte ich noch fein und genoss eine Flasche Rotwein zu meinem Geburtstag.

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Valparaiso. Mittag fuhr ich in die Stadt. Die 282.000 EW Stadt Valparaiso liegt gleich neben der Stadt Vina del Mar mit 320.000 EW. Das Weltkulturerbe Valparaiso ist so schön wie erwartet. Bei malerischem Wetter fuhr ich mit den Seilbahnen die Hügel hinauf und hatte vielerorts einen prächtigen Ausblick über die Stadt und den Hafen. Auch mittags fand ich einen schönen Tisch mit besagtem Ausblick. Besonders schön sind die bunten oft mit Grafitis verziehrten Kolonialgebäude, die der Stadt Ihren Charme verleihen. Es stimmt was im Lonley Planet geschrieben steht, man kann gar nicht aufhören zu fotografieren. Abends fuhr ich zurück zu meinem bewährtem Campingplatz.

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Valparaiso. Heute habe ich den ganzen Tag damit verbracht mein Auto zu waschen und zu putzen. Die Frau am Campingplatz hat mir offeriert, das ich den Gartenschlauch benutzen kann. Der feine Staub der Wüste ist überall hin gekommen.

Die Lagunen Route von Uyuni zur Grenze nach Chile

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Laguna Canapa. Letzte Nacht war ich mit Jan, Peter und Lukas und Ihren drei Fahrzeugen am Eisenbahn Friedhof. Die Nacht war mit minus 6 Grad angegeben und Lukas und Amber taten mir Leid, weil Sie keine Standheizung haben. Morgens ließ Peter aus Belgien seine Drohne steigen und ich fuhr mit Lukas nach dem Frühstück in die Stadt Uyuni, um noch die letzten Sachen zu besorgen. Dann ging es los in die Wüste. Ich habe zusätzlich 50l Diesel dabei, 20 l Trinkwasser und ca. 40 l Brauchwasser. Ich bin gerüstet für 4-5 Tage ohne weitere Versorgung. Nach 90 km kam die letzte Tankstelle, wo wir noch mal auffüllen wollten. Leider war dort der Diesel aus. Somit müssen wir es so versuchen. Nach weiteren 100 km ging die bis jetzt gute Schotterstraße ab in einen steinigen Feldweg. Hier schaffen wir nur noch ca. 15 kmh. Somit kamen wir nach einer guten Stunde Fahrt und 15 km an der Laguna Canapa an. Mir kam der Platz bekannt vor und ich erinnere mich, das ich hier vor 5 Jahren auf der Reise mit Jo auch war. Besonders waren mir die unerwarteten Flamingos in Erinnerung, die in der kleinen Lagune auf 4200 m Höhe sich tummelten. Tagsüber hat es hier ca. 10 Grad und viel Wind. Bin gespannt wie kalt die Nacht wird. Lukas und Amber gingen in Ihr Auto um zu kochen und zu essen. Ich tat gleiches und dann lud ich die beiden zu mir ein, weil mein Auto beheizt war.

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Laguna Canapa. Die Nacht war sehr kalt. Aufgrund der Höhe, oder weil ev. Der Diesel der Standheizung sulzig wurde wegen der Kälte fiel auch meine Heizung aus. Es gefror sogar in das Auto hinein. Mein Wasser vom Waschbecken inclusive Wasserhahn waren gefroren. Ich holte mir Wasser vom See, wobei die Frau von dem Haus an dem wir parkten schon früh das Eis aufhackte und Wasser schöpfte. Die Morgensonne war eine Wohltat, wobei die Temperatur auch nur so 5 Grad plus erreichte. Lukas parkte sein Auto gegen Osten so das die Sonne seinen Motor vorwärmen soll. Sie haben Startschwierigkeiten.

Stone Tree.  Die heutigen ca. 100 km fuhren wir in ungefähr 5,5 Std. Fahrzeit. Die Strecke verlief meist zwischen 4500 und 4700 m Höhe. Wir kamen an drei Lagunen vorbei, von denen jede von Flamingos besiedelt war. Es ist unglaublich, das sich die Tiere in dieser Kälte halten. Morgens stapfen sie über die Eisfläche, die gegen Mittag taut. Auf der Höhe leuchtete bei mir wieder die Lampe für den Rußpartikelfilter. Leider habe ich die nächsten Tage kein Internet, so das ich den Fehler mit Ettl beheben könnte. Um nicht in den Notfahrmodus zu kommen versuchte ich die Motordrehzahl auf 2500 upm zu halten, was bei diesen Wegeverhältnissen nicht leicht ist. Nachmittags kamen wir noch an einem Felsen vorbei, an dem einige Hasen waren. Die Tiere waren gar nicht scheu. Dann fuhren wir noch 17 km weiter zum Stone Tree. Dies ist aber kein versteinerter Baum, sondern nur eine Felsenformation im Sand. Der Nachtplatz liegt auf 4500 m Höhe und ich rechne mit ca. 20 Grad minus die Nacht. Leider ist aufgrund der Höhe meine Dieselstandheizung ausgefallen. Ich versuchte noch über den Tester den Fehler zu beheben. Leider ohne Erfolg. Somit wird es vermutlich eine recht kalte Nacht.

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Aguas Termales. Die Nacht war bitterkalt. Die Standheizung kann in der Höhe nicht starten. Als ich in der Früh versuchte den Gaskocher anzuzünden ging dieser auch fast nicht an. Ich brauchte einige Versuche. Auch hier macht sich der geringe Sauerstoffgehalt bemerkbar. Aber schlussendlich brachte ich Ihn doch an und konnte mir Tee kochen. Die wärmenden Sonnenstrahlen taten gut. Wobei es hier auch tagsüber kaum über 10 Grad wird.

Erste Wüstenerfahrung. Es gibt weder Tankstellen, noch eine Ortschaft, geschweige denn einen Laden, Restaurant. Es gibt nicht einmal Straßen. Die Höhe und die Kälte macht uns zu schaffen. Ich habe ständig das Gefühl den Feinstaub der Wüste einzuatmen. Die Autos haben es auch schwer mit dem wenigem Sauerstoff. Der Sand und Staub ist überall. Dafür werden wir entlohnt mit einer atemberaubenden Landschaft die zeitweilig surreal wirkt. Auch uns selbst macht die wenige Luft zu schaffen. Nicht nur, wenn man ein wenig wandert, sondern auch nachts fühlt man sich ein bisschen schwummrig.

Die Fahrt ging zur Laguna Colorada. Die farbenfrohe Lagune. Jede Lagune ist bevölkert von rosaroten Flamingos. Das Wasser der Laguna Colorada ist zeitweise richtig rot von den Algen welche von den Flamingos so gerne gefressen werden. Wir wanderten auf einen Aussichtspunkt und fuhren dann weiter zu den Geysiren. Diese lagen auf 4900 m und wir kamen erstmals an einer kleinen Ortschaft (ca. 10 Häuser) vorbei. Leider spritzte kein heißes Wasser aus dem Boden sondern nur heißer Schwefeldampf. Zu einer der Grenze nach Chile sind es von hier aus nur noch 5 km. Der Grenzübergang liegt auf 5033m Höhe und soll der höchst gelegenste der Welt sein. Die Piste bis dahin war so übel, das Amber und Lukas nicht hinunter fuhren. Die vorgefahrenen Spurrillen waren oft überwuchert von Schnee und Eis, so, das wir oft umkehren oder umfahren mussten. Dann ging es weiter zu Aguas Termales. Zu den heißen Quellen. Diese lagen nur noch auf 4400m. Wir sprangen in das warme Wasser und parkten unsere Autos zum Nachtquartier.

Die Lagunen Route führt von Uyuni bis San Pedro (Chile). Sie ist ca. 500 km, ohne Tankstelle oder Einkaufsmöglichkeit. Sie ist durchgängig auf einer Höhe von 4200 bis 4900 m. Es gibt keinen Asphalt. Meist gibt es nicht einmal Wege, sondern man fährt den Spurrillen von Vorgängerfahrzeugen nach. Die manchmal auch im Nichts enden. Es ist eine tolle Erfahrung so auf sich allein gestellt zu sein und die Herausforderungen an zu nehmen.

Abends machte ich einen Salat und Amber machte Nudeln mit Sauce und ich brachte noch eine Falsche Rotwein mit in den Bus von Amber und Lukas.

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San Pedro de Atacama, Chile. Nach einer weiteren kalten Nacht fuhren wir die 38km zu den Lagunas blanca und Laguna verde. Dort trafen wir Jan und Peter wieder. Wir machten ausgibig Mittag und fuhren dann los Richtung Grenze nach Chile. Die letzten 4 Tage habe ich ausschließlich im 1. Und 2. Gang zurück gelegt. Leider war bei dem Grenzposten nur eine Immigration aber keine Autoausfuhr möglich. Die Grenzer schlugen vor die 80 km südlichere Grenze zu nehmen. Bei den Geländeverhältnissen wäre das fast eine Tagesreise. Wir entschieden, dass wir einfach ohne Autoausfuhr nach Chile reisen. Die Grenze in Chile war gut organisiert. Die Autos wurden akribisch durchsucht und wir mussten Obst, Gemüse, Kokablätter, Kartoffeln und sogar meinen Honig her geben. Da dies nicht einzuführen war. Die Grenze war auf 4650 m Höhe und mein Auto schaffte es fast nicht  mehr los zu fahren.   Die 42 km nach San Pedro de Atacama gingen nur bergab, so das wir wieder in angenehmen Gefilden bei 2400 m Höhe landeten. Eine Wohltat. Wir gingen erst mal Geld tauschen und etwas Essen. Gestern war in Chile Nationalfeiertag und die Feierlichkeiten sollen noch die ganze Woche dauern. Auch ist San Pedro de Atacama sehr gut touristisch erschlossen, so das Lukas meinte einen Kulturschock zu bekommen. Die beiden wollten sich einen Campingplatz sparen so das ich allein einen suchte. Abends zog ich noch mal los, neuen Honig, Tee und Brot zu kaufen. Und endlich habe ich auch wieder Internet. Ich muss dringend mit meinem Mechaniker das Notprogramm vom Auto auflösen und das Russpartikelfilter Reinigungsprogramm starten. Bolivien durchreiste ich in 17 Tagen und legte 1550 km zurück. Alles ausschließlich höher als 3700 m.ü.M. und ca. die Hälfte der Strecke auf Schotter oder Staubstraßen.

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Sucre, Potosi und Uyuni

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La Paz. Ich hatte ein wunderschönes Frühstück in der Sonne. Dann besuchte ich Gerd, mit dem ich ein bisschen über Politik philosophierte. Er erzählte mir auch die Verhältnisse in Bolivien mit ihrem Präsidenten Evo Morales, der mir eigentlich ganz gut gefallen hat. Den Hauptteil des Tages machte ich Fotobücher. In der Nacht brauchte es 11 Stunden um das Fotobuch für den Druck hinauf zu laden. Ich blieb wieder bei Oberland über Nacht. Ich versuchte auch meinem Mechaniker Ettl zu erreichen um Ihm die Situation über das Auto zu schildern. Im fiel auch nichts mehr ein….

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Oruro. Da ich kein Wasser mehr hatte ging ich beim Oberland frühstücken. Es war mit 6,50€ recht teuer. Dann machte ich wieder Fotobuch den ganzen Vormittag. Nebenbei appte ich mit Ettl, ob ich nun mit meinem Auto so weiterfahren könne oder nicht. Das Problem ist, das das Auto nicht anfährt. Gerade wenn es kalt ist, fahrt es nicht weg. Die Automatik baut keinen Druck auf und das Auto bleibt bei einer Drehzahl von 1100 bis 1200 upm. Auch wenn das Auto warm ist, dauert es bis zu 8 Sek. bis es vom Stand heraus los fährt und manchmal wenn ich bergauf stehe fährt es gar ned los.  Es kann passieren, das ich am Hang stehen bleibe und rückwärts wieder herunter muss. Da ich vor habe durch die Atacama Wüste zu fahren, ist es ein nicht unerhebliches Risiko an einer verlassenen Stelle stehen zu bleiben. Ettl ist auch ratlos. Ich filmte noch einmal genau was passiert wenn ich los fahren will. Dann meinte Ettl, das es die Kupplung gar nicht sein kann, denn sonst müsste sich die Drehzahl aufbauen und die Kupplung durch rutschen. Da die Drehzahl jedoch bei ca. 1100 upm. stehen bleibt, muss es ein anderer Fehler sein. Nun ich verband den Tester mit dem Auto und Ettl führte mich durch die Menues. Dies war nicht leicht, denn das Wlan war so schlecht, das wir uns gegenseitig oft nicht richtig verstanden haben. Wir haben also alle Lernwerte für Getriebe und Kupplung zurückgesetzt was ging. Es dauerte 2 Stunden und dann war es geschafft. Das Auto geht tatsächlich besser. Es ist zwar nicht ganz gut, aber zumindest so viel besser, dass ich beschloss weiter zu fahren. Um 13:45 Uhr brach ich auf Richtung Oruro. Die Straße auf dem Altiplano ist stangengerade und verläuft auf einer Höhe von 4000 m. bis 3700 m. Nach 130 km hielt mich die Polizei an, ich sei zu schnell gefahren. 100 statt 80. Nun das stimmte. Der Polizist meinte da ich ein Ausländer bin, kann er mir kein Ticket ausstellen. Ich müsste zurück nach La Paz und übermorgen (da heute Samstag ist) die Strafe bezahlen. Ich sagte Ihm, das ich auf keinen Fall 3 Std. zurück nach La Paz fahren werde. Nach längerer Verhandlung meinte er, das die Strafe 200 Bol. Wäre. Das sind rund 25,-€. Ich sagte Ihm, das ich bei I-Overlander gelesen habe, das andere Touristen für das gleiche Vergehen nur 80 Bol. veranschlagten und dann schlussendlich nur 50 Bol. bezahlt hätten. Er lies sich meinen Vorschlag ein bisschen durch den Kopf gehen und dachte wohl besser als nix und nahm die 50. Bol. Ca. 6,-€. Nun fuhr ich also mit Tempomat genau 80 kmh, da ich bei I-Overlander sah das hier mehrere Kontrollen sind. Promt kam ich nach einer weiteren halben Stunde in die nächste. Der Polizist zeigte mir sein Radar auf dem 96 kmh  stand. Ich reklamierte, das dies wohl nicht sein kann, da ich exakt 80 kmh gefahren bin. Dann steckte er um und meinte, dass hier weil ein paar Häuser an der Straße stehen nur 60 kmh erlaubt sind. Ich fragte, wo das Schild dazu steht. Er meinte da gäbe es keines. Ich roch den Braten der Abzocke und wurde ein bisschen säuerlich. Der Polizist schnauzte mich an ich soll Ihm meine Papiere geben. Ich sagte, das kommt nicht in Frage, ich habe nix falsch gemacht. Er zog einen Kollegen hinzu machten dramatisch Fotos von meinem Auto und Nummernschild und winkten mich dann durch. Abends kam ich nach Oruro. Die 260.000 EW Stadt erstickt im Verkehrschaos. Es dauerte 2 Std. bis ich an meinen Nachtplatz an einem Park kam. Für die heutigen 210 km brauchte ich trotz guter Straße 6,5 Std. Ich merkte schon die letzten beiden Tage, das ich keinen Appetit habe und heute Nacht schwitzte ich sehr. Ich hoffe das ich bald wieder fit bin.

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Sucre. Heute Früh hatte ich immer noch keinen Appetit, aber ich fühlte mich nachdem ich sehr geschwitzt hatte die Nacht schon besser. Für die 310 km heute brauchte ich 7,5 Stunden. Um ein Uhr kam ich an einem Dorf vorbei wo ein Markt war. Ich hielt an und schaute mir den Markt an. Die Leute haben glaube ich noch nie einen Ausländer gesehen und sich musterten mich dementsprechend. Ich fuhr die letzten 450 km durchgängig auf einer Höhe von 3700 m bis 4300 m über Meeresspiegel. Nachdem ich die Drehzahl auf 2500 upm. halte scheint es keine Probleme mit dem Rußpartikelfiler zu geben. Sucre mit seinen 225.000 EW ist die Hauptstadt von Bolivien, obwohl La Paz viel größer ist und auch der Regierungssitz dort liegt. Hier fuhr ich einen Campingplatz an und traf Amber und Lukas. Auf dem Platz war noch ein großer Magirus und ein MAN mit deutscher Besatzung. Es war noch ein belgischer Toyota Land Cruiser mit Campingaufbau, mein neues Lieblingsreisefahrzeug. Mal schauen, ob ich da morgen mal reinschauen darf. Leider war auf dem Campinggrund für mich kein Platz mehr somit blieb ich auf der Straße davor stehen. Das Wochenende war in Sucre ein Fest und ich hielt beim reinfahren an und schaute mir den Umzug an.

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Sucre. Vormittags fuhren Lukas und Amber aus dem Campingplatz somit hatte ich Platz. Es stehen ein großer 15 Tonner Magirus aus Deutschland, ein MAN 18 Tonner aus dem Sauerland, ein Toyota Landcruiser aus Belgien und ein großer Ford aus Canada auf dem Platz. Die mit dem MAN sind bereits 14 Jahre unterwegs. Sie haben 2 Häuser, Auto und Motorrad verkauft und leben seit dem von der Substanz. Alle hier sind Langzeitreisende, die mit Ihren Fahrzeugen bereits in Asien, Afrika oder sonst wo unterwegs waren. Neben den Kolossen wirkt mein Bus wie ein Spielzeug. Heute habe ich erfahren, das es in Bolivien extra einen teuren Spritpreis für Touristen gibt. Ich habe mich schon gewundert als ich das 2. Mal getankt habe, das mir der doppelte Preis verlangt wurde. Ich dachte das die Zähluhr der Zapfsäule nicht umgestellt sei. Aber hier ist der Campingplatzinhaber mit Lukas zu einer Tankstelle gefahren und sie haben für Einheimischen Tarif getankt. Nun Touripreis ist ca. 1,05 Euro je Liter und Einheimischen die Hälfte. Mittags ging ich in die Stadt und ich muss wirklich bestätigen es ist eine wunderschöne gepflegte Kolonialarchitektur mit netten Geschäften und einem schönem Markt. Da die Stadt nur noch auf 2800 m liegt sind die Temperaturen wieder sehr angenehm. Abends ratschte ich noch ein bisschen mit dem Magirus Fahrer. Sie sind vor einem Jahr gestartet und waren schon in Brasilien und fahren eher kreuz und quer. Mit dem Toyota Fahrer Peter habe ich mich auch intensiv unterhalten und gefragt, wer sein Mobil gebaut hat. Sie sind 2011 gestartet also 7 Jahre unterwegs. Seit dem ist an dem Auto noch nie was kaputt gegangen. Die mit dem MAN sind in 14 Jahren 300.000 km gefahren. Alles sehr eindrucksvoll.

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Sucre. Vormittags habe ich meine Wäsche zur Wäscherei gebracht und bin dann los, das von Deutschland aus mitgebrachte Leder zu nähen lassen, damit ich es um mein Lenkrad nähen kann. Nachmittags bin ich mit Walter, dem MAN Fahrer los je noch einen 20l Ersatzkanister zu kaufen. Wir wurden für 2,-Euro für 2 gebrauchte Kanister fündig. Ich brauche ein bisschen mehr Puffer für die Atacama Wüste. Abends bin ich mit den beiden noch Essen gegangen und somit endete der Tag äußerst ruhig.

Sucre. Vormittags habe ich das Leder um mein Lenkrad fertig genäht. Dann bin ich in die Stadt um einzukaufen. Abends habe ich meine Wäsche abgeholt und bin zu Walter und Marion in Ihren MAN Camper und haben ein paar Bierchen getrunken. Es war ein ruhiger und erholsamer Tag.

Potosi. Vormittags bin ich mit der Vermieterin und Walter mit Kanistern zu einer Tankstelle gefahren um Diesel zum Einheimischen Preis zu kaufen. Ich füllte 30 l in meinen Tank und brachte die zwei Kanister gleich erneut zur Tankstelle. Dann fuhren wir zurück und ich verabschiedete mich von Walter, Marion und Felicitad (Vermieterin) und fuhr los Richtung Potosi. Die 150 km schaffte ich in ca. 3 Stunden. Ich wurde von der Polizei wieder mal kontrolliert, aber sehr freundlich und ich musste nur 3 Bol. Straßengebühr bezahlen. Die Fahrt nach Potosi ging wieder hinauf auf 3800 m. Ich steuerte Richtung Zentrum und fand einen Nachtplatz neben einem Hostel. Dann ging zu einer Tourveranstalter um eine Besichtigung der Silbermine zu organisieren. Für 150 Bol (20,-€) ging die Tour auch gleich los. Wir fuhren hinauf auf 4300 m und gingen in einen Stollen. Die Frau erklärte mir das dieser Stollen ca. 5 km hat. Wir liefen Ihn ganz ab. Was für mich schwierig war. Die Frau mit nur 140cm musste sich weniger bücken, aber ich musste meist sehr gebückt laufen. Die Stollen waren extrem eng. Aber ich fand die Infos sehr interessant. Die Frau sagte, das es in dem Berg ca. 500 Stollen gäbe und der ganze Berg wie ein schweizer Käse sei. Es müssten somit min. 500 km Wege durch den Berg führen. Ein Team mit 3 Arbeitern schaffen in einer Woche ca. 8000 kg Material vorsortiert aus dem Stollen. Der Silbergehalt davon ist zwischen 3-10%. Und dies mal 5000 Teams. Dies ist eine Menge Silber. Es wird auch noch Zinn und weiter Rohstoffe aus dem Abraum extrahiert. Dies findet aber 5 km außerhalb der Stadt statt. Nach der Tour lief ich noch ein bisschen durch den wieder mal außergewöhnlich schönen kolonialen Ort.

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Isla Inkahuasi auf dem Uyuni Salzsee. Die Strecke von Potosi nach Uyuni war rund 200 km und ich schaffte Sie aufgrund der sehr guten Straße in 3,5 Stunden. Ich kam vorbei an kleinen Ortschaften aber die Landschaft auf einer Höhe von 3700 bis 4200 m ist nur recht dünn besiedelt. Dafür sah ich viele Lamas und auch Verkehrschilder die vor Vogelstrauße auf der Fahrbahn warnten. In Uyuni ging ich Mittagessen und suchte Lukas und Amber. Leider waren Sie auch nicht online. Somit beschloss ich hinaus auf den Salzsee zu fahren. Nach 25 km kam das Denkmal für die Rally Paris Dakar. Und nach 100 km erreichte ich die Insel Inkahuasi. Die Fahrt ging manchmal über sehr holpriges Salz, meist wenn vorher bereits viele Autos darauf gefahren sind. Aber wenn man auf unberührtes frisches Salz fuhr konnte man auch schon mal 80 bis 100 kmh fahren. An der Insel sprachen mich 2 Deutsche an. Ich fuhr 200 m von der Insel weg auf die freie Salzfläche und schaute mir beim Abendessen den Sonnenuntergang an. Es ist sehr windig und kalt nachdem die Sonne unterging. Der Nachthimmel ist beeindruckend sternenklar. So einen Himmel sieht man nur noch selten.

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Die liegenden Fotos sind nicht Absicht, aber es dauert ewig diese im Blog umzudrehen. Das Los der schlechten Verbindung.

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Uyuni. In der Nacht auf dem Salzsee klopfte jemand an mein Auto und meinte, das es sicherer wäre, wenn ich auf den Parkplatz der Insel fahren würde. Die Autos hier rauschen mit 100 kmh über den See und ohne Licht könnte mich einer übersehen. In der Früh war voller Bahnhof. Viele andere Jeeps parkten neben mir und luden die Besucher für die Insel aus. Als der erste Schwung vorbei war bin ich auf die Insel. Die Kakteen dort werden sehr alt und riesengroß. Ich traf Jan mit dem Magirus und Peter mit dem Land Cruiser. Dann fuhr ich zurück nach Uyuni. Unterwegs auf dem mehr als 200 km großem Salzsee hielt ich an und versuchte ein paar witzige Fotos zu machen. Was wenn man alleine ist gar nicht so leicht ist. In Uyuni ließ ich erst mal mein Auto waschen, so das es wieder salzfrei ist. Dann kaufte ich noch 2 weitere Ersatzkanister, denn von nun an ist die Zivilisation für einige Tage vorbei. Dann kaufte ich noch Lebensmittel und fand Lukas und Amber. Wir vereinbarten den Nachtplatz am Zugfriedhof und das wir morgen zusammen die Ruta de la Lagunas coloridas antreten. Abends machte ich noch Fotobuch und Blog.

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